Kaysersberg, Elsass, Frankreich (© Federica Gentile/Getty Images)
Fachwerkhäuser säumen die Ufer der Weiss im elsässischen Kaysersberg in Frankreich. Entlang des schmalen Flusslaufs drängen sich Giebel und Fensterläden dicht aneinander, während sich darüber die bewaldeten Hänge der Vogesen erheben. Das Dorf liegt rund zwölf Kilometer nordwestlich von Colmar und zählt zu den charakteristischen Weinorten der Region.
Der Name „Kaiserberg“ verweist auf eine bewegte Vergangenheit: Bereits 1227 ließ Kaiser Friedrich II. die Burganlage auf dem Hügel über dem Tal ausbauen und befestigen. Neben den engen Kopfsteinpflastergassen und den dicht stehenden Fachwerkhäusern zählt auch eine markante Steinbrücke aus dem frühen 16. Jahrhundert zu den prägenden Bauwerken des Ortes. Darüber thronen die Ruinen der einst strategisch wichtigen Festung.
Auch die Kirche Sainte‑Croix trägt Spuren mehrerer Jahrhunderte in sich, mit Bauelementen, die bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen. In Namen, Architektur und Landschaft spiegelt sich die Geschichte des Elsass, geprägt von deutschen und französischen Einflüssen, die bis heute sichtbar bleiben.