Ammonitenfossilien aus der Jurazeit (© J Nemchinova/Getty Images)
Ein Fossil muss nicht unbedingt ein Knochen sein. Auch Spuren, Tierbaue, Nester und andere Überreste urzeitlichen Lebens können zu Fossilien werden.
Ammoniten gehören zu den faszinierendsten Fossilien der Jurazeit. Die ausgestorbenen Meerestiere entwickelten eine erstaunliche Vielfalt an Formen und Größen. Heute sind ihre versteinerten Schalen wichtige Zeugen einer längst vergangenen Welt. Für die Wissenschaft sind sie besonders wertvoll, da bestimmte Arten als Leitfossilien dienen und dabei helfen, Gesteinsschichten zeitlich einzuordnen.
Fossilien sind wie Fenster in die Erdgeschichte. Sie zeigen, welche Lebewesen vor Millionen von Jahren existierten und unter welchen Bedingungen sie lebten. Aus solchen Überresten und Spuren können Forschende Rückschlüsse auf frühere Ökosysteme, klimatische Veränderungen und die Entwicklung des Lebens ziehen. Jeder Fund kann dabei ein weiteres Stück eines gewaltigen Puzzles ergänzen.
Auch in Deutschland gibt es bedeutende Fundorte für Ammoniten. Besonders in Bayern und Baden-Württemberg wurden zahlreiche Exemplare aus unterschiedlichen Abschnitten der Jurazeit entdeckt. Diese Funde machen sichtbar, wie grundlegend sich Landschaften über immense Zeiträume verändern können. Regionen, die heute weit vom Meer entfernt liegen, waren während der Jurazeit von großen Meeresgebieten geprägt.